
VerfahrenstechnikDie verfahrenstechnische Forschung ist vor allem darauf gerichtet, den Energieverbrauch und Arbeitskräfteeinsatz bei der Zementherstellung zu optimieren, die Qualität und Gleichmäßigkeit des Zements zu erhöhen und die Emissionen unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit zu verringern. Schwerpunkte der verfahrenstechnischen Forschung liegen im Bereich der thermischen und der mechanischen Forschung.
Mechanische VerfahrenstechnikDie Zementeigenschaften werden vor allem von der Reaktivität und Korngrößenverteilung der Hauptbestandteile bestimmt. Deshalb wurde in den vergangenen Jahrzehnten der Einfluss der Feinheit und der Korngrößenverteilung des Zements auf dessen Eigenschaften ausführlich untersucht. Für die Zementmahlung werden überwiegend Kugelmühlen, Vertikal-Wälzmühlen und Gutbett-Walzenmühlen eingesetzt. Bei der Herstellung von Zementen auf verschiedenen Mahlsystemen entstehen in der Regel unterschiedliche Korngrößenverteilungen. Durch die mathematische Modellierung eines Mahlkreislaufs konnte gezeigt werden, dass die Korngrößenverteilung des Zements sehr stark von der Feinheit und Korngrößenverteilung des Sichteraufgabegutes beeinflusst wird. Zerkleinerungsprozesse für die Zementherstellung sind sehr energieintensiv. Für Rohmehl, Kohle und vor allem Zement werden mehr als 65 % des gesamten elektrischen Energiebedarfs zur Zementherstellung benötigt. Durch Untersuchungen an technischen und halbtechnischen Mahl- und Sichtanlagen wurde vor allem den Einflüssen der verschiedenen Mahlsysteme auf die Energieausnutzung und die Produkteigenschaften nachgegangen. |
Stand: 05.09.2010